Freitag, 12. April 2013

#25 Und eigentlich bist du gar nicht da.


"Ich habe Angst. Angst davor alleine zu sein, Angst davor etwas zu verlieren was nie mir gehört hat. Ich glaube ich bin verloren, ich glaube niemand hört mir zu, ich glaube niemand versteht mich. Ich kann nicht alleine sein, aber irgendwie zwinge ich mich immer wieder dazu. Ich stoße jeden von mir, der nur versucht mir näher zu kommen. Ich habe solche Angst..", gab ich weinend zu. In diesem Moment wollte ich zusammen brechen, dem Abgrund näher kommen der mir zuwinkte. Meine Beine wurden weich. Ich bin alleine. - dachte ich. Sanft legte er seine Arme um mich, das Gefühl von Halt überkam mich. Meinen Tränen nahmen kein Ende, ich konnte wirklich nicht aufhören zu weinen. Er legte sein Gesicht an meins und flüstere mir zu: "Du bist nicht mehr alleine. Ich lasse dich nicht mehr los, ok? Vertrau mir, ich lasse dich nicht alleine. Ich bleib bei dir." Ich wollte es glauben, ich wollte es glauben.  "Dich gibt es nur in Filmen. So einen Menschen gibt es nur in Filmen!", schrie ich. "Warum sollte auf einmal jemand kommen, mich in den Arm nehmen und mir sagen das er bei mir bleibt. Warum?!" Meine Worte wurden immer lauter und ich bemerkte das er mich fester drückte. "Warum kannst du mir nicht vertrauen? Glaubst du das nur andere Menschen glücklich werden? Glaubst du das du es nicht verdient hast?" Genau, das glaube ich. Ich glaube nicht an Glück und warum sollte es gerade mich treffen. Warum sollte man mir auf einmal ein Lächeln schenken. "Warum glaubst du nicht an dein Glück?" Es war als könnte er meine Gedanken hören. "Du bist nicht echt." erwiderte ich rau. Er packte mich an den Schultern und sah mich erwartend an. "Das ist typisch für dich. Wach auf, lass das Selbstmitleid. Was bringt es dir? Ich bin hier, ich bin bei dir. " Ich sackte auf den Boden, meine Hände vor dem Gesicht haltend. Es ist nicht wahr - dachte ich hier. Da ist niemand. Ich wollte glauben dass es dich gibt, nahm die Hände vom Gesicht weg. Da ist niemand. "Ich wusste doch du bist nicht echt...", meine Stimme versagte. Ein Schmerz erfüllte meinen ganzen Körper. "Ich weine. Hörst du? ICH WEINE!" , schrie ich den Himmel. Hier ist niemand.

Kommentare:

  1. Oh Gott. Wunderschön und schrecklich traurig zugleich. Der letzte Satz zerstört einen förmlich. Aber es ist so, so wahr. :/
    Das einzige, was mir aufgefallen ist, ist dass deine Sätze erstaunlich oft mit "Ich" angefangen haben.
    ♥, Dornröschen

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    1. danke. ~
      Hm, ja. Aber das sollte eigentlich auch, ich finde das unterstützt diese Verzweiflung. Weil es geht ja um ihre Gedanken und Gefühle. & Wenn du über deine Gefühle nachdenkst, dann fangen deine Gedanken doch meistens mit "ICH" an. c:

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  2. Wow. Das ist alles echt wunderschön geschrieben. Vor allem zum Ende hin. Echt schön. ~

    ♥, Hoang Quynh.

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