Freitag, 5. April 2013

#21 Gefangen


Ich stehe in mitten eines leeren, weißen Raumes. Unendlich groß ist er. Ich stehe dort, allein. Meine einzige Fluchtmöglichkeit, eine Öffnung an der Decke. Nur schwer erkenne ich einen Menschen, eine Seele, einen Jemand. Er streckt seine Hand runter, doch ich komme nicht an. Er wirft mir ein Seil runter, doch zu seiner Entäuschung greife ich es nicht. Ich stehe nicht mehr, ich sitze, allein. Gefangen in meinen Gedanken, Gefangen in mir. Aufgehalten von meiner Angst, meiner Ungewissheit. Dieser Jemand ist verzweifelt. In mir höre ich sein Wimmern, sprühe ich seinen Schmerz, sehe ich seine Tränen. Doch ich sitze hier, in mich gekehrt. In mich gekehrt. Ich bin in mir gefangen. 

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